Wenn Menschen über nachhaltige Einsetzbarkeit reden, ist häufig damit gemeint, dass jeder am Arbeitsmarkt beteiligt sein soll, ungeachtet des Alters, der Fähigkeiten oder Einschränkungen. Ein guter Anfang, aber das reicht nicht ganz. Denn die wichtigste Komponente fehlt: Kontinuität.

Bei nachhaltiger Einsetzbarkeit geht es nicht um die tägliche Beschäftigung oder einen befristeten Job. Es geht vielmehr um eine langfristige sinnvolle Arbeit. Arbeit, die man mit Stolz ausübt. Die man gemeinsam mit anderen tut – ein ganz wesentlicher Faktor für das Gefühl der Kollegialität und unsere sozialen Kontakte.

WAS KANN JEMAND DENN GUT?

Viele unterschätzen die Infrastruktur, derer es bedarf, um eine solche langfristige, sinnvolle Arbeit zu unterstützen. Es beginnt natürlich zunächst mit der Katalogisierung von Einschränkungen, die eine Person hat. Der Folgeschritt ist jedoch noch sehr viel wichtiger: Was kann jemand denn nun gut?

DAS SCHLÜSSELWORT? INKLUSIVITÄT!

In vielen unserer Betriebe arbeiten wir mit einer besonderen Zielgruppe – Menschen, die eine psychische oder körperliche Einschränkung besitzen. Diese Menschen können, und dies gewiss, wenn sie gezielt ausgebildet, gecoacht und betreut werden, nach ihren Fähigkeiten eingesetzt werden. Dieses Arbeitspotenzial möchten und können wir erschließen. Dabei stellt ‚Inklusivität‘ den Schlüsselbegriff dar. Wir liefern eine vollwertige Dienstleistung oder Arbeit, wir entscheiden uns jedoch dafür, dies auf möglichst inklusive Weise zu tun, mit Mitarbeitern, die eine Arbeitsbeschränkung besitzen.

Das bedeutet aber auch, dass wir nicht nur einfach so einen oder zwei Mitarbeiter abstellen, sondern dass wir genau prüfen, wie wir Teams zusammenstellen können, die möglichst gut „auf den Kunden“ zugeschnitten eingesetzt werden können. Mit unseren erprobten Systemen inventarisieren wir die Fähigkeiten, das Entwicklungspotenzial und die Wachstumsperspektiven aller unserer Mitarbeiter. Gerade durch den großen Maßstab, in dem wir operieren, und die Vielfalt an Branchen, in denen aktiv sind, finden oder schaffen wir auf einfache Weise passende Tätigkeiten.

 

Es gibt mehr als genügend Arbeit, die von dieser Zielgruppe hervorragend durchgeführt werden kann. Von der Grünpflege bis hin zu Reinigungstätigkeiten. Von Verwaltungsaufgaben bis hin zu haustechnischen Dienstleistungen. Bei der ein Mensch viel mehr ist als nur ein Mitarbeiter. Darum trägt die nachhaltige Einsetzbarkeit auch zu einem gesunden Privatleben bei. Zum Beispiel durch Schuldensanierung. Davon profitieren alle, denn nachhaltige Einsetzbarkeit sorgt darüber hinaus auch für weniger Krankheitsausfall und eine höhere Arbeitsproduktivität.

NACHHALTIGE EINSETZBARKEIT ALS SOZIALES VERDIENSTMODELL

Wenn man es richtig anpackt, ist nachhaltige Einsetzbarkeit keine Wohltätigkeit, sondern ein soziales Verdienstmodell, von dem jeder profitiert. Immer mehr unserer Betriebe sind soziale Unternehmen: Betriebe, die soziale und finanzielle Zielsetzungen miteinander verbinden. Eine finanzielle Rendite versetzt uns in die Lage, einen gesellschaftliche Impact zu erzielen. Und um andere Parteien dazu anzuregen, das Beste aus der nachhaltigen Einsetzbarkeit herauszuholen.

Wir wissen, welche Route uns zu einem größeren Eigenwert und einem reicheren sozialen Leben führt, wir kennen aber auch den Weg zu einer besseren finanziellen Sicherheit und Selbstständigkeit. Wir haben viel experimentiert und auch aus unseren Fehlern gelernt. Und jetzt möchten wir anderen Organisationen dabei helfen, nicht dieselben Fehler zu machen. Wir sorgen dafür, dass sie das Rad nicht noch einmal erfinden müssen.

„Dieses Arbeitspotenzial möchten und können wir erschließen“

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